Willkommen in Schönstatt
BRASILIEN, Cássio Leal. . Wer sie sucht, findet sie nicht - oder besser gesagt, findet sie alle zusammen, im Heiligtum in Jaraguá. Die Gemeinschaft der Schönstatt-Patres Brasiliens ist diese Woche zu Exerzitien versammelt; die Patres, die sonst von Norden bis Süden des Landes im Dauereinsatz sind, unterbrechen für eine Woche ihre Arbeit, um im Heiligtum neu aufzutanken.
SCHWEIZ, Claudia Zimmermann. Krönung heisst - auf den Punkt gebracht - Erneuerung und Vertiefung des Bündnisses. „Als wir vor sechs Jahren das Heiligtum ‚Quelle lebendigen Glaubens' bauten," so Pater Niklaus Stadelmann auf die Frage nach dem Grund der Krönung, „da war uns bewusst, dass wir das nicht allein schaffen. Das brauchte nochmals einen Vertiefung des Bündnisses." Krönung eben...
mkf. Es war schon dunkel geworden, als die Heiligtumspilger dieses 18. August - 48 Bündnistage vor dem 18. Oktober 2014 - von der Bündniserneuerung und dem Verbrennen der Zettel mit den Beiträgen zum Gnadenkapital nach Hause gingen. Wie an jedem Bündnistag verbanden sich viele von denen, die das Glück hatten, diesen Tag am Urheiligtum sein zu können, mit allen, die irgendwo in den Heiligtümern und Hausheiligtümern der Welt ihr Liebesbündnis erneuerten.
PARAGUAY, mkf. Der vom Team 2014 Anfang des Jahres in die Länder gegebene Vorschlag zur Bildung von nationalen Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der Hundertjahrfeier des Liebesbündnisses im eigenen Land ist bereits in mehreren Ländern in die Praxis umgesetzt worden. Am vergangenen 18. Juli hat das Arbeitsteam 2014 von Paraguay mit einer ersten einfachen und wirkungsvollen Initiative seine Arbeit aufgenommen.
mkf. Wohl noch keine Dachau-Wallfahrt von Mitgliedern der Schönstatt-Bewegung, bei der nicht das Läuten der mächtigen Glocke um zehn vor drei sich tief eingeprägt hat. Manche Gruppen legen ihre Feiern ganz bewusst so, dass dieses Läuten darin einbezogen ist. Die Todesangst-Christi-Kapelle mit dieser Glocke, die täglich zur Todesstunde Christi an das unsägliche Leid dieses Ortes und den Glauben, der hier Triumphe, der hier Ostern feierte, erinnerte, steht seit fünfzig Jahren auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, in dem Pater Josef Kentenich und so viele Schönstattpriester gefangen waren und das Liebesbündnis den Härtetest bestanden hat.
mkf. Wenn in Schönstatt sechs, sieben, acht Busse auf dem Standstreifen oberhalb des Pilgerheims stehen, dann weiß man: es ist wieder eine Diözesanwallfahrt da. So auch am 22. August - während sich die Jugendlichen im Zelt auf dem Parkplatz der Marienau auf den Abschlussgottesdienst der „Nacht des Heiligtums" einstimmten, begann in der Pilgerkirche der Wallfahrtsgottesdienst mit dem Speyrer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der die Pfälzer Pilger zum Gnadenort nach Schönstatt begleitet hatte.
mkf. Nur noch sieben Wochen bis zur Eröffnung des Trienniums zur Vorbereitung auf 2014! Am 18. Oktober bricht die weltweite Schönstattfamilie in allen Heiligtümern der Welt, an allen Bildstöcken, Kapellen, Hausheiligtümern, Arbeitsplatzheiligtümern auf zur Wallfahrt zum Urheiligtum, wo „die Schönstatt-Familie aus allen Ländern, Gemeinschaften und Generationen sich froh und demütig versammelt zur Erneuerung des Liebesbündnisses, „Wesenskern unserer Familie", „Quelle unserer Fruchtbarkeit und die konkrete Form unserer Christusnachfolge" (Botschaft 2014). Das „Liebesbündnis 2014" ist missionarisch und international, schafft missionarisch-internationale Familie und gestaltet eine Bündniskultur um die Heiligtümer im Nichts ohne dich, Nichts ohne uns".
ARGENTINIEN, Antonia Goytiño und María Inés Garda de Gariglio, mkf. Letztendlich ist sie selber schuld. Warum ist sie nicht im Haus geblieben? Warum musste sie raus auf die Straße, mittenhinein in den Dreck und das Elend und das Alltagsleben der Leute draußen, dahin, wo sich das Leben von seiner schmutzigen, harten und ungerechten Seite zeigt? Warum muss sie unbedingt da wohnen wollen, wo man in Gefahr ist, überfallen und erschossen zu werden? Warum? - Weil sie den Spuren ihres Sohnes folgt, der seinen Himmel verlassen hat, um bei den Menschen zu sein. Weil sie da sein wollte, wo ihre Kinder leben. - Der Bildstock der MTA von Schönstatt wurde beschossen. Die Kugeln stecken noch drin. Eine traurige Geschichte, zweifellos. Aber irgendwie… erinnert sie an das, was einige Frauen aus der Schönstatt-Bewegung vor Jahren "Dachau-Heiligtum bauen" nannten. Ein Heiligtum mittendrin in der Härte des Lebens.
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